Abades
Abades: Das bestgehütete Geheimnis des Südostens Teneriffas
Wenn du einen Ort suchst, der geheimnisvolle Geschichte, kristallklares Wasser und diese Ruhe vereint, die es nur in echten Küstendörfern gibt, dann musst du Abades auf deine Liste setzen. Als Einheimischer auf Teneriffa verrate ich dir: Abades ist mein Lieblingsrefugium, wenn ich den Touristenzonen entfliehen will, ohne auf das gute Wetter zu verzichten. Dieses kleine Dorf mit seinen weißen Häuschen in der Gemeinde Arico ist ein Juwel, an dem viele vorbeifahren – aber heute erzähle ich dir, warum du das nicht tun solltest!
Eine Landschaft zwischen Geschichte und Ozean
Abades ist ein Ort mit einer ganz eigenen Persönlichkeit. Das erste, was dir bei der Ankunft auffällt, ist seine Ästhetik: Alle Häuser sind weiß und niedrig, was dem Ort eine unvergleichliche Ordnung und Ruhe verleiht. Doch über seine Küstenschönheit hinaus ist Abades für eine Vergangenheit bekannt, die wie aus einem Film wirkt.
Das alte Sanatorium: Ein architektonisches Rätsel
Auf dem Hügel über dem Dorf erhebt sich das ehemalige Lepra-Sanatorium. Obwohl es nie fertiggestellt oder für diesen Zweck genutzt wurde, erschaffen seine imposanten, verlassenen Gebäude – darunter eine große Kirche mit einem riesigen Kreuz – eine fast surreale Landschaft. Es ist ein faszinierender Ort für Fotografie- und Geschichtsliebhaber und bildet einen krassen Kontrast zum tiefblauen Meer, das sich zu seinen Füßen erstreckt.
Tauchen und Schnorcheln: Ein natürliches Aquarium
Wenn du das Wasser bevorzugst, hast du Glück. Der Strand von Abades ist einer der besten Orte der Insel zum Tauchen und Schnorcheln. Da es sich um ein Schutzgebiet handelt, wimmelt es im Meeresboden nur so vor Leben: von bunten Lippfischen über majestätische Adlerrochen bis hin zu Sepien. Das Wasser ist hier meist sehr ruhig, was es ideal für alle macht, die ihren ersten Tauchgang ausprobieren möchten.
Warum ist Abades so besonders?
Was Abades so besonders macht, ist seine entspannte Atmosphäre. Hier gibt es keine großen Hotels oder lauten Einkaufszentren. Es ist ein Ort, an dem Kinder auf dem Dorfplatz spielen, Taucher nach dem Auftauchen ihre Geschichten teilen und die Sonne fast 365 Tage im Jahr scheint. Es ist die perfekte Definition von „Slow Living" auf Kanarisch.
Insider-Tipps: Geheimnisse eines Einheimischen
- Vorsicht vor dem Wind! Der Südosten Teneriffas kann windig sein. Wenn es am Hauptstrand zu windig ist, geh zu den kleinen Buchten links vom Dorf – die sind meist besser geschützt!
- Gut ausrüsten: Vergiss nicht, deine eigene Schnorchelbrille und deinen Schnorchel mitzubringen. Wenn du deine Badelatschen oder die Sonnencreme vergessen hast, gibt es am Dorfplatz einen kleinen Laden, der dich aus der Patsche hilft.
- Anreise: Am besten erreichst du Abades mit dem Auto über die Südautobahn (TF-1), Ausfahrt 42. Wenn du mit dem Bus kommst, bringen dich die Linien 111 oder 711 in die Nähe, aber du musst ein Stück bis zur Küste laufen.
- Nach dem Wasser: Essen gehen! Die Bars am Dorfplatz sind einfach, aber großartig. Bestell dir Papas arrugadas mit Mojo oder einen Tintenfischteller. Das schmeckt himmlisch nach einem Vormittag am Strand!
- Die beste Zeit: Versuch, unter der Woche hinzufahren. Am Wochenende kommen viele Einheimische zum Tagesausflug und der Strand wird deutlich voller.
Fazit
Abades ist dieser Winkel Teneriffas, der dich mit der Natur und der Ruhe versöhnt. Ob dich das Geheimnis seiner Ruinen oder der Reichtum seiner Unterwasserwelt anzieht – dieses Dorf wird dir eine unvergessliche Erinnerung hinterlassen. Es ist zweifellos ein Muss im Südosten der Insel.
